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BDH-Kreisverband Wetzlar feiert 70-jähriges Jubiläum

01.10.2019

Der Kreisverband Wetzlar feierte in der Braunfelser Gaststätte „Forsthaus Tiergarten“ sein 70-jähriges Bestehen.

BDH-Kreisverband Wetzlar feiert 70-jähriges Jubiläum

 Dem Kreisverband gehören heute über 300 Mitglieder an, damit ist er einer der größten in Deutschland. Zu der Jubiläumsfeier konnte der Vorsitzende über 90 Mitglieder und Gäste begrüßten. „Eine besondere Ehre ist für uns, dass zu der Feier auch unsere Bundesvorsitzende Ilse Müller aus Mönchengladbach nach Braunfels gekommen ist um uns zu gratulieren“, so der Kreisvorsitzende Gabor Stamm. Unter den Gästen auch der Ärztliche Direktor der Neurologischen Klinik Braunfels, Professor Dr. Klaus-Dieter Böhm, Braunfels Bürgermeister Christian Breithecker, Hans-Jörg Ott (evangelischer Klinikpfarrer in Braunfels) und die Vorsitzende des VdK Wetzlar, Bärbel Kanne, und Joachim Evenius, Amtsleiter des hessischen Amtes für Versorgung und Soziales in Giessen.
Der Vorsitzende erinnerte daran, dass bereits im Jahre 1920 der BDH als Sozialverband für Hirngeschädigte des 1. Weltkrieges gegründet wurde. Im Frühjahr 1949 fanden sich Männer und Frauen zusammen, um den Kreisverband Wetzlar aus der Taufe zu heben. Da wir noch keine Geschäftsstelle hatten, mussten die Mitglieder von den Wohnungen der Vorstände betreut werden. Im Jahre 1954 fusionierten die Kreisverbände Wetzlar und Oberlahn. Im Frühjahr 2017 erfolgte der Zusammenschluss mit dem ehemaligen Kreisverband Limburg unter der Bezeichnung Kreisverband Wetzlar.
Heute sei der BDH der größte deutsche Fachverband auf dem Gebiet der Rehabilitation und Träger von Zentren für Neuro-Rehabilitation, wozu auch die Braunfelser Neurologische Klinik zählt. „Wir stehen allen von Behinderung Betroffenen und deren Angehörigen offen, und vertreten dessen Interessen gegenüber den sozialen Leistungsträgern, so der Vorsitzende Ga-bor Stamm. Auch wenn seit dem II. Weltkrieg rund 75 Jahre vergangen sind, wächst die Zahl der Mitglieder weiter, denn auch heute sind Menschen durch Krankheit oder Unfälle hirngeschädigt und suchen unseren Beistand.
Die Bundesvorsitzende Ilse Müller gratulierte dem Kreisverband zu dessen 70-jährigen Jubiläum. „Sie haben sich aus kleinen Anfängen heraus zu einer kompetenten Institution entwickelt, der die Interessen seiner Mitglieder gegenüber staatlichen Stellen vertritt, der ihnen aber auch zur Seite steht, wenn sie gesundheitliche Probleme haben“. Der Bundesverband
BDH vertritt seit über 90 Jahren in Interessen von Menschen mit Behinderungen und steht für neurologische Rehabilitation auf dem neusten Stand der Wissenschaft. In sieben über ganz Deutschland verteilten Einrichtungen und einem ambulanten Therapiezentrum dessen Träger der BDH ist, wurden im letzten Jahr über 12000 Patienten behandelt. Eine davon sei die BDH-Klinik in Braunfels, die auf ihrem Gebiet hessenweit zu den anerkanntesten Spezialkliniken zählt.
Der Ärztliche Direktor der Braunfelser BDH-Klinik, Professor Dr. Klaus-Dieter Böhm verband seine Gratulation zu dem Jubiläum mit einem Dank an den Sozialverband, der den kürzlich eingeweihten Neubau mit Kosten von über acht Millionen Euro bewilligt und auch aus Eigenmitteln finanziert habe. Er schafft Raum für unsere Patienten und Mitarbeiter, so können wir den Akutbereich weiter ausbauen und die Intensivstation mit derzeit zehn Beatmungsplätzen erweitern. Pro Jahr werden an der „Neurologischen“ rund 4500 Patienten stationär behandelt, darunter über 600 Menschen mit einem akuten Schlaganfall.
Auch die anderen Gastredner verbanden ihre Grußworte zum Jubiläum mit einem Dank an das soziale Engagement des BDH im Kreisverband Wetzlar und Deutschland zum Wohle der behinderten Menschen.
„Vom Kreisverband sei beschlossen worden, die Feier zum 70-jährigen Jubiläum im kleinen Rahmen zu feiern, weil man sich ganz auf die 75 Jahrfeier und die Ausrichtung der BDH-Bundestagung im Jahr 2024 konzentrieren möchte“, so ein Mitglied des Vorstandes.

Text: Werner Volkmar

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH, der große deutsche Sozialverband und Klinikträger, ist führend auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Der bietet BDH soziale und sozialrechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken in Braunfels (Hessen), Elzach (Baden-Württemberg), Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern), Hessisch  Oldendorf (Niedersachsen) und Vallendar (Rheinland-Pfalz) . Dazu kommen die BDH-Klinik Waldkirch für Chirurgie und Innere Medizin, das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das BDH-Therapiezentrum Ortenau mit Standorten in Offenburg und Gengenbach. 

Die stationäre neurologische Rehabilitation in den BDH-Kliniken nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.