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Großbaustelle BDH-Klinik Braunfels

24.02.2021

Auch in Zeiten der Covid-Pandemie steigt der Bedarf an frührehabilitativer Medizin. Um Kapazitätsengpässen zu begegnen, hat sich die Klinikleitung der BDH-Klinik Braunfels gemeinsam mit dem Gesellschafter BDH entschlossen, die Zahl an Beatmungsbetten in der Frühreha um fünf Einzelplätze aufzustocken.

Großbaustelle BDH-Klinik Braunfels

Die 36 vorhandenen Frühreha-Betten befinden sich in einem dreigeschossigen Bettenhau, der nun einen viergeschossigen Anbau erhält und den Ausbau der vorhandenen Stationen ermöglicht. Die fünf Einzelzimmer erhalten eine vorgelagerte Schleuse und sind damit für infektiöse Patienten geeignet. Auf dieser Station verfügt die Klinik nach der Baumaßnahme über insgesamt 15 Beatmungsplätze. In einer weiteren Ausbauphase sollen auf den darüberliegenden Ebenen zehn zusätzliche Frühreha-Betten für überwachungspflichtige schwerstbetroffene Patienten geschaffen werden. Mit dieser Baumaßnahme wird der bestehende Engpass in der Versorgung beseitigt, erläuterte Geschäftsführer Dietmar Demel die Ausbaupläne.

Klinik auf Expansionskurs

Nachdem im August 2019 das rund acht Millionen teure Empfangsgebäude sowie der fünfstöckige medizinisch-technische Verwaltungstrakt in den Betrieb gingen, wird nun der Krankenhausbereich erweitert. Das rund 5,5 Millionen teure Projekt soll bis Herbst 2021 abgeschlossen sein und zum Jahresende in Betrieb gehen. Die Finanzierung des vierstöckigen Anbaus mit einer Länge von rund 25 Metern und einer Gesamtfläche von etwa 1.300 Quadratmetern wird je zur Hälfte aus Fördermitteln des Landes Hessen und aus Eigenmitteln des BDH übernommen.
Die Bagger sind bereits seit Ende Oktober im Einsatz und haben die Baugrube ausgehoben. Auch die entsprechenden Kanalisations- und Endwässerungsarbeiten sind fertiggestellt. Zunächst müssen bis zu 25 Pfahlbohrungen eingebracht werden, die in eine Tiefe von bis zu 17 Metern reichen und mit Beton ausgegossen werden, damit der Baugrund tragfähig ist, erklärte Architekt Michael Hamm vom Architekturbüro Hamm & Partner (Bad Camberg). „Die Aufträge für die öffentlich ausgeschriebenen einzelnen Gewerke sind weitgehend vergeben. Dabei kamen meist Handwerker aus der heimischen Region zum Zuge“. Diese Anmerkung war dem Architekten wichtig.  

BDH-Klinik mit Alleinstellungsmerkmal

Die Klinik stellt als Kombination von Akutkrankenhaus und Reha-Klinik eine Besonderheit dar. Sie zählt hessenweit zu den modernsten Fachkliniken. Typische Erkrankungen sind schwere Schlaganfälle und Hirnblutungen sowie das gesamte Gebiet der Traumatologie, insbesondere polytraumatischer Patienten. „Wir sind dankbar, dass der BDH-Vorstand auf unsere akute Raumnot reagiert hat. Denn die Zahl der Patienten in unserem Akutbereich steigt jährlich um rund fünf Prozent“, erklärte der Ärztliche Direktor Professor Dr. Klaus-Dieter Böhm. Pro Jahr behandeln die 430 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der „Neurologischen“ über 4500 Patienten stationär, darunter über 600 Menschen mit akutem Schlaganfall. „Dank moderner Klinikausstattung können wir unsere Patienten optimal behandeln. Mit der Aufnahme in die Klinik unterstützt das multiprofessionelle Team aus ärztlichem Dienst, Pflegedienst und den verschiedenen Therapieabteilungen das vorhandene Rehabilitationspotential eines jeden Patienten bis hin zur Anschlussheilbehandlung. Hierdurch entfällt die Verlegung der Patienten in spezielle Reha-Kliniken“, so Professor Dr. Böhm weiter. Die stellvertretende Ärztliche Direktorin Prof. Dr. Ingrid Sünkeler sieht trotz steigender Zahlen der Schlaganfallpatienten die Versorgung in der Klinik bestens gewährleistet. „Wir verfügen im Akutbereich über 30 Betten, davon sechs im „Stroke-Unit-Bereich“ für die Erstaufnahme von Schlaganfallpatienten. Aber oft werden die Patienten nach einem „Schlaganfall“ zu spät eingeliefert, dabei entscheiden hier oft Minuten über Leben und Tod. Durch die angegliederten Rehabilitationsstationen ist eine optimale Weiterbehandlung gewährleistet“, so die Neurologin.


Klinik-Geschäftsführer Dietmar Demel (links) mit Architekt Michael Hamm.

Die BDH-Klinik Braunfels bietet Patienten modernste Behandlungsmöglichkeiten.

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH, der große deutsche Sozialverband und Klinikträger, ist führend auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Der BDH bietet soziale und sozialrechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken in Braunfels (Hessen), Elzach (Baden-Württemberg), Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern), Hessisch  Oldendorf (Niedersachsen) und Vallendar (Rheinland-Pfalz) . Dazu kommen die BDH-Klinik Waldkirch für Chirurgie und Innere Medizin, das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das BDH-Therapiezentrum Ortenau mit Standorten in Offenburg und Gengenbach. 

Die stationäre neurologische Rehabilitation in den BDH-Kliniken nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

 
 
 
 

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