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Gruppe von Ärzten

Behandlung

Leistungsspektrum der BDH-Klinik Braunfels

Unser Leistungsspektrum deckt sämtliche neurologischen Krankheitsbilder ab. Zusätzlich werden Erkrankungen neuro-orthopädischer Art behandelt. Im Rahmen unserer intensivmedizinischen Ausrichtung können auch dauerhaft beatmete Patienten behandelt werden.

Unser Spektrum umfasst dabei folgende Krankheitsbilder:

1 Vaskulär bedingte Schädigungen des Zentralnervensystems (ZNS) nach Hirninfarkten, Hirnblutungen, Hirnembolien oder nach Gefäßoperationen im ZNS
 
2 Zustand nach Bandscheiben- und Wirbelsäulenoperationen
 
3 Entzündliche und metabolische Störungen des ZNS und der peripheren Nerven
 
4 Neurologische Störungen bei degenerativen Erkrankungen der Wirbelsäule
 
5 Zustand nach Schädelhirntraumen aller Schweregrade einschließlich multilokulärer Schädigungen des ZNS und Polytraumatisierung sowie in bestimmten Fällen nach hypoxischer Hirnschädigung
 
6 Degenerative und extrapyramidalmotorische Erkrankungen
 
7 Zustand nach operativen Eingriffen am ZNS (raumfordernde Prozesse an Rückenmark und Gehirn)
 

In der BDH-Klinik Braunfels dürfen die Krankheitsphasen A bis D behandelt werden. Diese werden definiert nach dem Phasenmodell der neurologischen Rehabilitation von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR).

1 Phase A: Akutbehandlung
 
2 Phase B: Frührehabilitative Behandlung
 
3 Phase C: Weiterführende, medizinische Rehabilitation
 
4 Phase D: Anschlussheilbehandlung
 

Neben sämtlichen neurologischen Krankheitsbildern werden auch Patienten mit neuro-orthopädischen Krankheiten behandelt.

In vielen Krankheitsverläufen finden Phasenwechsel statt - zum Beispiel vom Akut- in den Rehabereich. Die BDH-Klinik Braunfels bietet hier eine Phasenbehandlung aus einer Hand an, da alle Phasen unter einem Dach vereint sind. Negative Belastungen durch einen Klinikwechsel entfallen voll und ganz.

Ein großer Unterschied gegenüber reinen Akutkliniken ist das Angebot an therapeutischen Leistungen und die hohe Behandlungskonstanz, bei der die Patienten auch nach einem Phasenwechsel von den gleichen Therapeuten betreut werden. Einzig ein Zimmerwechsel findet statt.

 

Unsere Spezialität besteht darin, neurologisch bedingte Ausfallerscheinungen, wie

1 Lähmungen
 
2 Sprechstörungen
 
3 Kau-Schluck-Störungen
 
4 Wahrnehmungsstörungen
 

durch gezielte therapeutische Maßnahmen anzugehen und zu behandeln. Der behandelnde Arzt erstellt hierfür nach der Diagnose mit den Pflegern und Therapeuten einen auf jeden einzelnen Patienten individuell zugeschnittenen Behandlungsplan.

 
 
Die BDH-Kliniken
 
 
 

Gemeinsam für Ihren Reha-Erfolg

Die freigemeinnützige BDH-Klinik Braunfels bietet ein umfassendes, hochqualifiziertes Angebot, das speziell auf die neurologische Rehabilitation abgestimmt ist.
Bei der Rehabilitation eines Patienten mit einer neuro-logischen Erkrankung arbeiten Spezialisten aus medi-zinischen, pflegerischen und den unterschiedlichen therapeutischen Fachgebieten eng zusammen. Eine leistungsfähige Verwaltung sorgt für reibungslose Abläufe.

Viele Erkrankungen führen zu spezifischen Beeinträchtigungen von neurologischen Funktionen (z.B. in den Bereichen von Wahrnehmung, Bewegung oder Verständigung). Mit der allgemeinmedizinischen und neurologischen Untersuchung, die der Arzt in unserem Haus durchführt, werden diese Defizite erfasst. Ebenso wichtig ist eine genaue Analyse der Fähigkeiten, die nicht oder nur in geringem Umfang durch die Erkrankung beeinträchtigt sind.

Während der Rehabilitation tragen hochqualifizierte Ärztinnen und Ärzte die Verantwortung für die Patienten, sind Koordinatoren aller therapeutischen und pflegerischen Maßnahmen und zentrale Ansprech-partner in Bezug auf die medizinische Behandlung und Überwachung.

Durch die Physiotherapie sollen natürliche Bewegungsabläufe wiedererlernt und somit verloren gegangene Mobilität und Selbstständigkeit zurück-gewonnen werden. Die Integration von Bewegungs-abläufen in die Aktivitäten des Alltags ist ein wichtiges Aufgabengebiet der Ergotherapie. Die physikalischen Therapien werden ergänzt durch die Badeabteilung. Hier kommen Behandlungen mit und im Wasser und Heilmassagen zur Anwendung.

 

Das Ziel: Ein möglichst selbstbestimmtes Leben in allen Bereichen

Ziel der Sprachtherapie ist es, die Einschränkungen in der Verständigung zu reduzieren und den Betroffenen Möglichkeiten zu einer effektiveren Kommunikation aufzuzeigen. Einschränkungen in Sensibilität und Motorik führen oft zu Schluckstörungen bei neuro-logischen Patienten, die in der Schlucktherapie behandelt werden.

Unser Küchenteam bereitet nicht nur schmackhafte Mahlzeiten zu, sondern klärt mit seiner Ernährungs-beratung auch über eine angepasste und gesunde Ernährung auf.

Allgemeine kognitive Einschränkungen (Gedächtnis, Aufmerksamkeit etc.) bis hin zu sehr speziellen Störungsbildern (z.B. im Bereich des Sehens) werden durch die Neuropsychologie behandelt. Patienten mit schweren kognitiven Beeinträchtigungen und Orientierungsstörungen werden auch von der Heil-pädagogik darauf vorbereitet, ihren Alltag so selbst-ständig wie möglich bewältigen zu können. Zielsetzung der Kunsttherapie ist es, die Patienten dazu anzuregen, ihre Gefühle und inneren Erfahrungen in Material, Form und Farbe auszudrücken und sich selbst dabei zu erleben.

Auch die Seelsorge greift die Erfahrungen und Gefühle der Patienten auf und versucht, beim Nachdenken über die aktuelle Situation und bei der Bewältigung von existentiellen Erlebnissen, Ängsten und Sorgen Hilfe zu leisten.

Neben den Therapien stellt auch die Pflege einen intensiven, aktivierenden, fördernden und individuellen Kontakt zum Patienten her, um dessen Selbstständigkeit zu fördern.

Die Pflegeüberleitung und auch der Sozialdienst sorgen in Zusammenarbeit mit den Patienten und ihren Angehörigen für die Zeit nach der Entlassung. Gemeinsam arbeiten wir daran, unseren Patienten ein möglichst selbstständiges und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Denn im Mittelpunkt unserer Arbeit steht der Mensch.

Ergotherapie
 

ICF-orientierte Patientenbesprechung

Mit der Verankerung des ICF-Modells der WHO als biopsychosozialem Modell der Gesundheit (International Classification of Functioning, Disability and Health) im Sozialgesetzbuch IX soll dem Patienten als Therapieziel die „Teilhabe an Lebensbereichen“ ermöglicht werden. Damit einher geht die Abkehr von einer an Symptomen (Beseitigung von Funktionsstörungen) orientierten Zielformulierung. Im Vordergrund steht nun der Bezug auf eine auf gesellschaftliche Integration ausgerichtete, alltagsbezogene Zielfestlegung (bestmögliche Wiederherstellung von Teilhabe).


Der Prozess der Rehabilitations-Zielfindung ist komplex und multifaktoriell. In ihn fließen neben dem gesetz-lichen Auftrag (SGB IX §4 Abs. 2) die medizinische Prognose, Kontextfaktoren und die Erwartungen von Therapeuten, Angehörigen und der Patienten ein.

Da in der neurologischen Rehabilitation therapeutische, pflegerische und medizinische Interventionen koordiniert und abgestimmt werden müssen, geschieht an der BDH-Klinik Braunfels die Formulierung, Doku-mentation, Änderung und Ergänzung von Rehabilita-tionszielen im regelmäßigen Austausch des Rehabilita-tionsteams (Ärzte, Pflegende und Therapeuten).

In der interdisziplinären Patientenbesprechung werden ein oder mehrere interdisziplinäre Rehabilitationsziele formuliert und sowohl in der Arztakte als auch von jedem einzelnen Beteiligten auf speziellen Formularen schriftlich dokumentiert.

Auf der Basis von fachspezifischen Zielen (z.B. Ziele der Physiotherapie, Ergotherapie etc.) werden gemeinsam interdisziplinäre Rehabilitationsziele vereinbart, die die Basis der Rehabilitationsbehandlung bilden.

Um überprüfbar zu sein, müssen die Zielleistungen konkret beschrieben und im Alltag beobachtbar und beurteilbar sein. Beobachtungs- und Beurteilungs-rahmen ist daher der Stations- und Rehabilitationsalltag mit seinen ganz spezifischen Bedingungen.

Die gemeinsam formulierten interdisziplinären Rehabilitationsziele gehen in den Arbeitsauftrag aller Beteiligten ein. Ihre Erarbeitung ist ein notwendiger Bestandteil der Rehabilitations- und Therapieplanung.

Beziehen sich langfristige Ziele, die Patientenperspektive und Kontextfaktoren berücksichtigen, meist auf die Zeit nach der Entlassung und auf die angestrebte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, so werden kurzfristige Ziele im Rahmen des Rehabilitationsplans, die im Zeitraum von einer Woche – der Zeitspanne zwischen zwei ICF-orientierten Patientenbesprechungen – erreicht werden sollen, meist auf der Ebene der Körperfunktionen und Aktivitäten festgelegt und stellen die Basis zum Erreichen der Partizipationsziele dar.


Die mit der Entlassplanung verknüpften Rehabilitations-ziele der Pflegeüberleitung beziehen sich in aller Regel auf die häusliche oder stationäre Weiterversorgung des Patienten. Das Ziel wird in Absprache mit dem Patienten, den Angehörigen und dem Betreuer angesichts des Pflegezustands des Patienten getroffen; eventuell ergänzt oder der Gesamtsituation entsprechend angepasst. Kurzfristige Veränderungen sind jederzeit möglich und werden flexibel bearbeitet.

 

Behandlungen bei Rehabilitation

  • Neurologische Frührehabilitation

    Neurologische Frührehabilitation

    Die neurologische Frührehabilitation ist die Nahtstelle zwischen Intensivstation an Akutkrankenhäusern und der klassischen (weiterführenden) Rehabilitation.

  • Pflege

    Pflege

    Unser Verständnis von Pflege: Pflege beginnt dort, wo Menschen aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausreichend für sich selbst sorgen können. Neben der intensivmedizinischen Betreuung auf unseren Überwachungsstationen und der allgemeinen Grund- und Behandlungspflege steht dabei die aktivierende therapeutische Pflege im Mittelpunkt des pflegerischen Handelns.

  • Neurologische Rehabilitation

    Neurologische Rehabilitation

    Seit mehr als einem halben Jahrhundert behandeln wir Patienten mit Erkrankungen des zentralen und des peripheren Nervensystems qualifiziert und mit hoher Qualität.