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Schädigt Covid-19 das Gehirn?

05.06.2020

Brauchen von COVID-19 Betroffene Neurorehabilitation und wenn ja wie? Zu diesen Fragen wurde im Rahmen der Frontiers Journal Series ein Forschungsschwerpunkt "COVID-19 - Die neurorehabilitative Perspektive" etabliert. Einer der vier Herausgeber ist Prof. Dr. med. Thomas Platz, Ärztlicher Direktor Forschung im BDH Bundesverband Rehabilitation.

Wie gefährlich ist COVID-19 für das Gehirn?
Wie gefährlich ist COVID-19 für das Gehirn?

Im März 2020 wurde der von China ausgegangene COVID-19-Ausbruch von der Weltgesundheitsorganisation zur Pandemie erklärt. COVID-19 scheint deutlich komplexer zu sein als andere Virusinfektionen. Das Entzündungsgeschehen betrifft nicht nur die Lunge. Auch Nieren, Herz und Leber können betroffen sein. Wie bei den vorangegangenen SARS- und MERS-Erkrankungen scheinen auch das Gehirn und Nerven in Mitleidenschaft gezogen werden zu können. Bei rund einem Drittel aller COVID-19 Patienten lassen sich neurologische Symptome nachweisen, wie etwa Kopfschmerzen, Schwindel, Geruchs- und Geschmacksstörungen. Nicht wenige COVID-19-Patienten werden wegen neurologischer Symptome und nicht wegen Problemen mit der Atmung in ein Krankenhaus aufgenommen. COVID-19 kann zu Gerinnungsstörungen und dadurch auch zu Schlaganfällen führen. Als Folgen einer Intensivbehandlung kann zudem ein sogenanntes PICS (post intensive care syndrome) mit motorischen, kognitiven und emotionalen Beeinträchtigungen auftreten.

Entsprechend wichtig erscheint es, die neurorehabilitativen Herausforderungen, vor die COVID-19 die Medizin stellt und stellen wird, mit entsprechender Forschung zu unterlegen. Das betrifft neurologische Rehabilitation im engeren Sinn, aber beispielsweise auch die Anwendung von in der Breite verfügbaren, günstigen Technologien wie Smartphones oder Tablets für Rehabilitation, Diagnostik und medizinische Aufklärung. 

Hier geht es zur neuen Forschungsplattform. 

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH, der große deutsche Sozialverband und Klinikträger, ist führend auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Der BDH bietet soziale und sozialrechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken in Braunfels (Hessen), Elzach (Baden-Württemberg), Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern), Hessisch  Oldendorf (Niedersachsen) und Vallendar (Rheinland-Pfalz) . Dazu kommen die BDH-Klinik Waldkirch für Chirurgie und Innere Medizin, das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das BDH-Therapiezentrum Ortenau mit Standorten in Offenburg und Gengenbach. 

Die stationäre neurologische Rehabilitation in den BDH-Kliniken nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

 
 
 
 

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